Kennen Sie den CESER?
Der CESER (Conseil économique, social et environnemental régional) der Region Grand Est ist eine beratende Versammlung, in der Vertreter der organisierten Zivilgesellschaft (Wirtschaftsakteure, Gewerkschaften, Verbände und institutionelle Partner) zusammenkommen. Aufgabe des Ausschusses ist es, die regionale Politik durch Stellungnahmen und Analysen zu den wichtigsten Themen, die das Gebiet betreffen, zu erläutern.
Der CESER hat keine Entscheidungsbefugnis, trägt jedoch zur öffentlichen Debatte in der Region bei, indem er ergänzende Sichtweisen zu den Themen Entwicklung, Raumplanung und Zusammenarbeit einbringt.
Eine Stellungnahme zu grenzübergreifenden Strukturen
Am 2. April verabschiedete der CESER der Region Grand Est eine Stellungnahme zu den in der Region vorhandenen grenzüberschreitenden Strukturen.
Diese Arbeit, die im Anschluss an eine Befassung durch den Präsidenten der Region Grand Est durchgeführt wurde, analysierte die derzeitige Organisation der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit und schlug mehrere Entwicklungsmöglichkeiten vor, um den Realitäten der grenznahen Lebensräume besser gerecht zu werden.
Mit einer 750 Kilometer langen Grenze zu vier Ländern (Belgien, Luxemburg, Deutschland und der Schweiz) zeichnet sich das Gebiet des Grand Est durch eine hohe Dichte an Kooperationen mit seinen europäischen Nachbarn aus. Zahlreiche Strukturen tragen täglich dazu bei, diese Dynamik am Leben zu erhalten, ob es sich nun um Mobilitäts-, Beschäftigungs-, Ausbildungs-, Gesundheits- oder ökologische Übergangsprojekte handelt.
Eine strukturierende deutsch-französische Zusammenarbeit mit Baden-Württemberg
In seiner Stellungnahme hebt der CESER mehrere Maßnahmen hervor, die für die deutsch-französische Zusammenarbeit kennzeichnend sind, insbesondere im Oberrheingebiet, wo die Beziehungen zu Baden-Württemberg besonders stark ausgeprägt sind.
Zu diesen Strukturen gehören unter anderem die Oberrheinkonferenz, der Oberrheinrat, der Eurodistrikt Strasbourg-Ortenau sowie das Euro-Institut. Diese Gremien spielen eine zentrale Rolle bei der Koordinierung der öffentlichen Politik und der Entwicklung gemeinsamer Projekte zwischen deutschen und französischen Gebietskörperschaften.
Sie tragen auch dazu bei, den Austausch zwischen den Verwaltungen zu erleichtern, Projektträger zu unterstützen und das gegenseitige Verständnis zwischen den Gebieten zu stärken.
Wege zur Verbesserung der Lesbarkeit und Koordination
Der CESER formuliert mehrere Denkanstöße, die insbesondere darauf abzielen, die Übersichtlichkeit aller grenzüberschreitenden Strukturen zu erhöhen und ihre Verknüpfung zu verbessern.
Zur Erarbeitung dieser Stellungnahme wurden zahlreiche Akteure angehört. Unter ihnen befand sich auch die Vizepräsidentin der Region Grand Est, die für Grenzüberschreitungen, Europa und internationale Beziehungen zuständig ist.
Diese Arbeit bereichert die kollektiven Überlegungen zur Zukunft der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit in der Region Grand Est, einem Raum im Herzen der europäischen Integration und des täglichen Austauschs zwischen den Bewohnern beiderseits der Grenzen.
Weiterführende Informationen
Die vollständige Stellungnahme des CESER ist hier abrufbar: https: //www.ceser-grandest.fr/wp-content/uploads/2026/04/2026-04-02-avis-structures-transfrontalieres-adopte.pdf





